CHATEAU SENTOUT
Geschichtlicher Hintergrund

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Das Weingut Château SENTOUT liegt 20 km von Bordeaux entfernt, am rechten Garonne-Ufer, auf der Grenze zwischen den beiden Gemeinden BAURECH und TABANAC, gegenüber dem Weingut Château LACAUSSADE.

Die Archive der Stadt Bordeaux belegen seine Existenz seit dem Jahre 1650, bewohnt wurde es damals von Herrn Jean de SENTOUT.

Anschliessend ging der Besitz an den Baron de GASQ, Mitglied des Parlaments der Stadt Bordeaux über, der es wiederum im Jahre 1740 an Herrn Jean LETELLIER verkaufte. Lezterer versorgte von seinem Domizil in der Rue du Chai des Farines in BORDEAUX aus die Marine mit Wein und anderen Waren.

 

Familienwappen von Letelliers
Letellier Familienwappen

Der Besitz des Herrn LETELLIER umfasste damals mehr als 300 Hektar Wald, Felder, Weinberge, von denen einige in der Bastide, einem heutigen bordelaiser Vorort auf dem rechten Garonne-Ufer lagen.

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Cru du Roy: Altes Wein Etikett

Im 19. Jahrhundert war das Gut im besitz der Familie LAVILLE de LACOMBE. Im Anschluss an seine Ehe mit Aline, wurde Herr Eugène FICHOT, Ingenieur Hydrograph in der Marine, Mitglied der Wissenschaftlichen Universität, Anfang des 20. Jahrhunderts Besitzer des Gutes.
Herr Eugène FICHOT verdanken wir, neben anderen Aufgaben, die Erstellung der Karten der Küstenstriche Indoschinas.

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Bis 1972, Datum der letzten Ernteerklärung, wurde auf Château SENTOUT Wein produziert.
Zwei Ereignisse sind für den starken Verfall verantwortlich: Erstens die nach dem zweiten Weltkrieg auftretende Krise der Bordeaux-Weine, inbesonders der Weissweine. Wegen fehlender Geldmittel wurde das Gut vernachlässigt.
Zweitens die Verwendung des Gutes als Sommerresidenz der Familie FICHOT, die ansonsten in Paris wohnte. Da das Gebäude die meiste Zeit unbewont war, wurde die Bedachung weniger gut überwacht, Lecks liessen das Gebälk faulen und viele Dächer brachen ein.

Haus "La Remise" bevor reparierung

Seit den letzten bedeutenden Bauarbeiten im Jahre 1864 wurden anscheinend keinerlei bemerkenswerte Reparaturen vorgenommen...
Die aus dem französischen Recht erwachsenden Erbfolgeproblem führten zur gerichtlichen Versteigerung des Gutes im Jahre 1973 für 170.000 Francs.

b.w. ...

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